Bikepacking 2026 – Niederlande
Rückblick
Endlich, endlich, endlich Urlaub!
Seit unserer Tour im letzten Herbst waren wir nicht mehr unterwegs.
Und das nicht ganz freiwillig. Aber von vorn. Die Radtour im Oktober war schön und hat unsere Begeisterung für’s Bikepacking noch weiter entfacht. Im Alltag wurde gefahren, auf der Rolle wurde trainiert und über die Feiertage fuhren wir die festive 500. So weit, so gut, nur gab es bei alldem ein Problem. Die Fußschmerzen, die Stefan während der letzten Tage der Bikepackingtour hatte, gingen nicht weg. Genau genommen schmerzte seine Achillessehne und, obwohl er zwischendurch mehrere Wochen pausiert hatte, reichte es nicht. Also so gar nicht. Das Problem wurde größer und die Möglichkeit zum Radfahren bei Stefan zusehends geringer.
Da halfen nur diszipliniertes Dehnen, Schonen und nicht aufs Rad steigen. Und so sagten wir jede angedachte mehrtägige Tour ab und versuchten uns schrittweise wieder an Tagestouren. Alles sehr frustrierend und so gar nicht zu unserem eigentlichen Plan passend. Denn der sah eigentlich mal das Ultraevent Bright Midnight in Norwegen vor. Davon war Stefan richtig weit entfernt. Mein Trainingsstand sah mit der Zeit immerhin zunehmend besser aus, aber das Jahr wäre nicht normal gewesen, wenn da nicht noch eine Erkältung um die Ecke kommen würde.
Aus eins mach vier und so war ich ab Mai mehrere Wochen nicht nur ziemlich krank, sondern auch völlig raus aus dem Training. Bright Midnight adé. Die Entscheidung, die für uns schon lange im Raum stand, fiel endlich und damit ehrlich gesagt auch ein bisschen Last von unseren Schultern. Ganz aufgeben wollten wir eine Bikepackingtour aber nicht und entschieden uns stattdessen für die Shelter Attack auf eigene Faust in Dänemark.
Gesagt, geplant…
…und nicht gemacht. Dieses Mal lag Stefan am geplanten Starttag mit einer Erkältung flach. Aber kein Problem, starten wir einfach ein paar Tage später. So die Idee. Die Räder wurden gepackt, der Infekt war aber noch nicht weg. Jetzt stundenlang nach Flensburg fahren und dann feststellen, dass die Gesundheit zum Graveln noch nicht reicht? Auch blöd. Zumal die Ausstattung für die Tour auch eher mittelmäßig war, wenn auch mittlerweile fast der Normalzustand. Denn für die ausgeprägte Graveltour in Dänemark bietet sich ein Gravelbike definitiv an. Nur hat Stefan schon wieder keins. So wie auch im letzten Herbst. Never change a halbwegs running system.
Dieses Mal steht das Gravelbike aber nicht in der Werkstatt, sondern ist nach eindeutig zu vielen Reparaturversuchen an den Hersteller zurückgegangen. Irgendwann reicht es halt.
Bekanntlich kommt ja nach der Planung die Improvisation und nun wollen wir kurzerhand quer durch die Niederlande und ans Meer fahren.
Denn die Leidenschaft für’s Radfahren ist nicht nur da, sondern bei uns beiden mittlerweile riesengroß. Und es wird Zeit, dass wir jetzt endlich mal für ein paar Tage auf’s Rad und auch ins Zelt kommen. Denn das durfte dieses Jahr bisher nur in unserem Garten stehen und das geht ja auch gar nicht…
Am Abend vor dem Start gibt es eine kleine Proberunde mit den gepackten Rädern. Wir sind zuversichtlich!
Also, los geht’s.
Endlich Urlaub!
Bikepacking Tag 1, 07. Juli 2026
Nach dem Aufwachen bin ich motiviert. Endlich geht es los! Ich freue mich total. Aber irgendwas stimmt nicht. Von Stefan wabert ein Zögern herüber, doch er sagt nichts. Zumindest noch nichts. Also warte ich ab. Nach dem Frühstück kommt es dann. „Ich merke meine Achillessehne. Zwar nur ein bisschen und wahrscheinlich reagiere ich zu sensibel, aber da ist was.“
Ist der Urlaub also doch noch im letzten Moment vorbei? Direkt aufgeben wollen wir aber nicht. Wir planen kurzerhand zum gefühlt hundertsten Mal um und rufen meine Schwester an. Sie ist hörbar irritiert, vermutet sie mich doch schon seit gestern im Urlaub. Nach kurzer Erklärung können wir sie als Unterkunft für die Nacht ansteuern. Auf direktem Weg wären es 35 Kilometer, wir fahren aber einen kleinen Umweg, sodass wir nachher auf etwas über 80 Kilometer kommen sollten. Schließlich soll das hier heute als Richtungsanzeiger für die nächsten Tage gelten. Bis dann wirklich alles geregelt ist, ist es 14 Uhr und wir fahren los.
Die Strecke steht heute unter dem Motto „Asphalt meiden“ und führt uns über Feld- und Schotterwege und immer wieder durch hohes Gras. Oft genug müssen wir umdrehen, da die „Wege“ nicht mehr existieren oder dort mit den Rädern kein Durchkommen wäre. Außer man hat eine sehr hohe Affinität zu Brennesseln. Wir verzichten.
Da wir aber für die nächsten Tage auch ins Graveln kommen wollen, ist die Streckenwahl durchaus passend. Nur halt zeitweise etwas wild.
Von uns aus fahren wir über Niederkrüchten, folgen unserer Route südlich von Mönchengladbach und nähern uns so unserem Ziel, den Fellerhöfen.
Unsere erste Pause verbringen wir mangels Bank auf einem Grasstück neben einem Schotterweg. Als mir währenddessen eine Zecke über den Arm krabbelt, mache ich gedanklich einen Haken an die Tour und beschließe, dass mir das an Natur schon wieder reicht.
Natürlich hören wir aber nicht auf und fahren weiter. Nur auf weitere Pausen verzichten wir. Da bin ich heute stur.
Wenige Kilometer vor unserem Ziel merkt Stefan an, dass er das große Kreuz in dem Wohngebiet, durch das wir gerade fahren, kennen würde. „Wohnen hier nicht Nicole und Markus?“. Ja, direkt um die Ecke. Da sagen wir natürlich noch schnell Hallo und erzählen noch ein bisschen an der Haustür.
Zu lang wollen wir uns jedoch nicht aufhalten, da zum einen sehr dunkle Wolken aufziehen und zum anderen – und viel wichtigeren Grund – das Abendessen ruft.
Auf den letzten Metern gibt der Gegenwind, der uns heute treu begleitet hat, nochmal alles, aber wir fahren unbeirrt weiter, den Wasserturm fest im Blick. Und dann sind wir da und setzen uns direkt nach der Begrüßung staubig wie wir sind an den Tisch und genießen selbstgemachte Pommes. Die kleine Kartoffelprobeernte muss schließlich sinnvoll genutzt werden und das macht sich geschmacklich sehr bemerkbar.
Nach der anschließenden Dusche erzählen wir noch viel und verschwinden dann ins Bett. Da meine Nicht gerade in England ist, kapern wir ihr Zimmer. Das Zelt darf noch auf seinen Einsatz warten.
Ob und wie die Tour weitergeht, wird nach der Nacht entschieden. Mal sehen, was Stefans Sehne und Gesundheit morgen dazu sagen.
Tag 2, 08. Juli 2026
Der zweite Tag startet mit guten Nachrichten. Stefan fühlt sich fit und die Tour wird wie geplant fortgesetzt. Somit könnte es heute nahezu in die Niederlande gehen. Durch unseren kleinen Umweg über Willich würden wir mit den angedachten Kilometern knapp hinter der Grenze landen. Für unser Gefühl wäre das schön, aber noch schöner ist es, die Nacht bei richtig guten Freunden zu verbringen. Also gibt’s noch vom Bett aus eine Sprachnachricht an Christoph, der sich unverzüglich bereit erklärt, uns als Gäste aufzunehmen. Und da Stefans Eltern gerade die Enkel beherbergen, laden wir uns auch dort noch für einen kleinen Zwischenstopp ein. Nach einem gemütlichen Frühstück geht es los. Andrea und Andreas staunen nicht schlecht, wie viel Zeit zwischen „wir sind fertig“ und „wir sind wirklich fertig und fahren jetzt los“ liegt. Da können wir wohl noch etwas optimieren.
Der Gegenwind von gestern Abend begrüßt uns heute direkt zum Start und bleibt uns auch den Großteil des Tages treu. Dafür ist der Asphaltanteil heute ein bisschen höher als gestern. So bleibt die Anstrengung quasi auf einem konstanten Level. Denke ich jedenfalls, habe die Rechnung aber natürlich mal wieder ohne Stefan gemacht. Neben vielen kleinen Singletrails gibt es heute auch ein ganz gutes Höhenmetertraining. Das ist in unseren Breiten ja eher ein schwieriges Unterfangen, doch Stefan hat gekonnt jeden kleinen Hügel in seiner Planung berücksichtigt. Im Gegensatz zu früheren Fahrten macht mir das aber nichts mehr aus. Ganz unwirksam war das lückenhafte Training der letzten Monate immerhin nicht.
Das Wetter bringt heute viele Wolken mit sich und ganz, ganz vereinzelt fallen sogar Regentropfen. Die sind aber so dermaßen vereinzelt, dass wir uns fragen, ob wir uns sie eingebildet haben. Die Beregnungen auf den Feldern sind jedoch viel zu weit weg, als dass sie etwas damit zu tun haben könnten.
Routentechnisch geht es über Krefeld, St. Tönis und Rheurdt nach Uedem und schlussendlich nach Kleve. Auf einem Feldweg will ich während der Fahrt ein Foto von Stefan machen, schaffe es aber nicht, auf dem äußerst unebenen Untergrund mein Handy festzuhalten. Soweit so vorhersehbar. Ich halte also an, um das Telefon wieder einzusammeln und beim Ablegen (!) des Rades ziehe ich mir den Sattel sehr fest über die rechte Wadenrückseite. Das tut unmittelbar weh und ich ahne, dass da ein übler blauer Fleck kommen wird. Gleichzeitig frage ich mich, wie dämlich ich eigentlich bin, dass ich mich allen Ernstes beim Fahrrad hinlegen verletze…
Ein Foto von Stefan gibt es jedenfalls nicht, aber immerhin geht es dem Handy noch gut.
Kurz vor unserem Zwischenstopp durchfahren wir den Reichswald und fahren an einer Baumallee vorbei, von denen Stefan in seiner Kindheit noch mindestens einen Baum gepflanzt hat. Beeindruckt stellt er fest, wie groß die Bäume geworden sind. Dass er eventuell auch dezent älter geworden ist, dementiert er aber!

Am Nachmittag kommen wir gegen 16 Uhr in Kleve an und genießen eine kleine Kaffeepause bei Stefans Eltern sowie mit den Jungs von Stefans Schwester.
Und dann geht es auf in die letzten sieben Kilometer. Schnell biegen wir in das vertraute Wohngebiet in Kranenburg ein und sitzen schon bald frisch geduscht auf der Terrasse, während die Fritteuse unser Abendessen zubereitet – Pommes. Zweimal Pommes an zwei Tagen und das, obwohl wir noch gar nicht in den Niederlanden sind. So hatten wir das nicht erwartet. Bei Christoph gibt’s dazu noch das Beste, was die niederländische Kulinarik herzugeben hat: Frikandel, Fleischkrokette und Bami (als Veggieoption für mich). Später am Abend kommt Tanja, Christophs Freundin noch kurz dazu und stellt das Igelfutter raus. Als es dann gegen 23 Uhr plötzlich unglaublich laut aus der Futterecke knuspert, setze ich Igelfutter in Gedanken auf die Einkaufsliste. Wie cool ist das denn, dass die Igel hier jeden Abend zuverlässig zum Essen kommen? Das müsste bei uns auch problemlos klappen.
Aber dann ist es für uns Zeit fürs Bett. Wir kuscheln uns in wunderschöne Elsabettwäsche, die sogar im Dunkeln leuchtet, und schlafen schnell ein.
Tag 3, 09. Juli 2026
Wir genießen den Urlaubsmodus und lassen uns deshalb nicht von den arbeitenden Frühaufstehern aus der Ruhe bringen. Stattdessen schlafen wir gemütlich aus, wünschen dann erst Beno, dem Hund, und anschließend Blackbird, der Amsel, die Tanja gerade per Hand aufzieht, einen guten Morgen und machen uns nach dem Frühstück ans Packen.
Mit ziemlicher Verwunderung stelle ich fest, dass meine Lenkradrolle ein kleines Loch hat. Während ich noch ratlos bin, kommt Stefan sofort auf die Idee, dass der ganze Sand der letzten Tage Schuld sein muss. Falls das stimmt, dürfte nicht nur die Tasche, sondern auch mein Rad was abgekriegt haben… Und tatsächlich, an zwei Stellen ist der Lack ordentlich abgescheuert. So ein Mist! Glücklicherweise ist auf Physiotherapeuten Verlass und so finde ich auf dem Wohnzimmertisch eine Rolle Tape. Damit flicke ich ja bekanntlich alles, was irgendwie zu bekleben ist und so zieren Rad und Tasche jetzt knallgelbe Tapestreifen. Die ganze Aktion sorgt mal wieder dafür, dass wir so gar nicht früh loskommen und zu allem Überfluss müssen wir auch noch was einkaufen, denn unsere Snackvorräte reichen nicht für den restlichen Tag. Zum Supermarkt ist es nicht weit und während Stefan auf die Räder aufpasst, kaufe ich schnell ein.
Und dann sind wir endlich in den Niederlanden. Erst geht es in Berg en Dal ordentlich den Berg hinauf (der Ortsname hat Gründe) und dann nähern wir uns durch sehr hübsche Wohngegenden fahrend Nijmegen.
Dabei fällt mir ein Haus ins Auge, dass zumindest im Vorbeifahren ziemlich unbewohnt aussieht. Nur in einem Erker erkenne ich ein Teleskop, dass in meiner Interpretation auf die gegenüberliegende Häuserseite ausgerichtet ist. Das wirkt ja gar nicht seltsam… Ich lese offenbar zu viele Krimis und fahre lieber zügig weiter, bevor sich die Krimihandlung in meinem Kopf weiterentwickelt.
Der Radweg zwischen Nijmegen und Arnhem ist ein absoluter Traum und eine wirkliche Radfahrautobahn, die auch tatsächlich parallel zur eigentlichen Autobahn verläuft.
Im Radwege bauen sind die Niederlande wirkliche Meister! Bei uns machen sich heute richtige Urlaubsgefühle breit. Das ist super schön und oft funktioniert das auch im Kleinen, wenn wir nur eine normale Tagestour machen. Ab über die Grenze und zack – Urlaubsgefühle.

Schließlich nähern wir uns dem Burgers Zoo, biegen dort in den Wald ab und fahren über tiefe Sandpfade.
Das ist gar nicht mal so einfach und führt immer wieder zu kurzen Schiebepausen. Da hier wohl eher selten „normale“ Radfahrende unterwegs sind, gibt es vermutlich auch keine Bänke. Wir würden aber gerne eine Pause machen und setzen uns schließlich auf einem Nebenweg unter einen Baum. Denn das Wetter bietet uns Sonne ohne Ende und sobald wir stehen bleiben, ist es unfassbar heiß. Im Schatten halten wir es immerhin eine Weile aus, bevor unsere Route uns weiter durch den Veluwe Nationalpark führt.
Was für ein wunderschöner Park! Wir sind richtig begeistert, auch wenn es hier ab und zu wieder völlig unvermittelt tiefe Sandpassagen gibt
An einer Stelle fangen wir uns beide noch gut ab (und sind sehr froh darüber, denn knapp war es schon), da kommt von hinten ein Radfahrer angesaust, der auch nicht damit rechnet, dass die Wegverhältnisse sich so massiv ändern. Mit einer Mischung aus Sorge und Bewunderung schauen wir zu, wie er durch den Sand schlittert und mit Mühe nicht vom Rad fällt und dann hat er das kurze Stück geschafft. Wir hören noch, wie ihm ein großer Stein vom Herzen fällt und dann fahren auch wir weiter.
Bald darauf verlassen wir das Nationalparkgelände und erhalten auf der weiteren Route tatsächlich eine Warnung durch ein Schild. Wenn wir unserer geplanten Route folgen, müssen wir mit unbefestigten Wegen rechnen. Wir sind gespannt, wie „schlimm“ es wird, aber von Sand abgesehen ist es gut machbar. Bei Regen verwandelt sich die Strecke aber in ein maximal großes Schlammfeld, von daher ist die Warnung sicherlich angebracht.

Ein paar Kilometer vor unserem Zielcampingplatz springe ich noch schnell in einen Albert Heijn und kaufe für unser Abendessen ein.
Und dann kommen wir an. Für glatte 100 Kilometer heute fehlen uns noch ein paar Hundert Meter, aber nur dafür jetzt noch dreimal über den Platz zu fahren, ist uns zu albern. Also bauen wir lieber das Zelt auf, gehen duschen und kochen uns Nudeln. Heute mal keine Pommes.
Im Zelt bemerken wir, dass auf einem Militärgelände in der Nähe eine Horde Hunde wohnt, die permanent (also wirklich duuuuurchgehend) bellen. Ich suche die Ohropax, finde sie aber nicht. Oh nein. Haben wir die etwa heute Morgen nicht eingepackt? Ein Foto bestätigt: Die Ohropax kuscheln noch mit Elsa im Bett und wir haben eine ziemlich schlaflose Nacht vor uns. Denn zu den Hunden gesellt sich vorübergehend noch eine Party und dann noch starker Verkehr, der die Nacht über anhält.
Tag 4, 10. Juli 2026
Müde und gar nicht erholt starten wir in den vierten Tag.
Wir beschließen, dass wir heute einen kurzen Tag machen und möglichst auf Gravelanteile in der Routenplanung verzichten. Als Hauptgrund könnten wir die Müdigkeit nennen, doch eigentlich liegt das Problem in den Wochentagen. Wir könnten heute (Freitag) gut ans Meer kommen, doch die Küste ist absolut ausgebucht. Den ganzen gestrigen Abend haben wir mit der Suche nach einem halbwegs akzeptablen Campingplatz verbracht und egal wie weit wir unsere Ansprüche runtergeschraubt haben, es gab nichts. Absolut nichts. Also wird die Strecke heute kürzer, damit wir morgen eine Mittagspause am Meer einlegen können. Letztlich ist das aber okay so. Wahrscheinlich gehen uns die Menschenmengen dort sowieso schnell auf die Nerven.
Zunächst fahren wir heute durch ein Waldgebiet mit vielen alten, großen Bäumen. Es ist richtig schön hier, zumal uns der Schatten bei den wieder warmen Temperaturen besonders gut gefällt. Da es zum Frühstück besonders viel Wasser gab, wäre mir so ein Waldstück jetzt äußerst recht. Doch leider liegt das inzwischen hinter uns und die Vorgärten des kleinen Städtchens, durch das wir fahren, bieten sich eher nicht für eine Pinkelpause an. Normalerweise kann ich in den Kamelmodus schalten und noch ewig lang aushalten, doch heute klappt das gar nicht. Mit zunehmender Verzweiflung scanne ich den Weg nach einem halbwegs versteckten Eckchen ab und stürze mich bei der erstbesten Gelegenheit ins gar nicht mal so dichte Gebüsch. Stefan wirft währenddessen einen Blick auf seine Nachrichten und erzählt mir, als ich wieder neben ihm stehe, ziemlich erschrocken, dass Nadja ihr Bright Midnight abbricht. Wir schicken ihr erstmal eine Nachricht mit aufbauenden Worten und sind sehr froh, als sie uns ein paar Stunden später mitteilt, dass sie die Tour doch fortsetzt, wenn auch außerhalb der Cut-off Zeit. Da kann man noch so trainiert sein, manchmal will der Körper einfach nicht so, wie er soll.
Für uns geht auf einfachen niederländischen Straßen weiter. Erst über einen Damm im prallen Sonnenschein,
dann durch wunderschöne Örtchen, die alle gleichermaßen aus Häusern und Kanälen bestehen. Ich bin völlig begeistert, wie schön das hier überall ist. Grachten kennen wir aus Amsterdam, aber dass das auch in der weitläufigen Umgebung bzw. in einem Großteil der Niederlande typisch ist, war uns einfach nicht klar.
Aber das nimmt man auf der Autobahn schließlich auch nicht wahr. Beim heutigen Einkauf gibt es neue Ohropax, damit wir die nächsten Nächte ruhig schlafen können, egal was die Umgebung mit sich bringt. Stefan freut sich allmählich auf den nahenden Feierabend und bei der Hitze ist das Fahren auch tatsächlich einfach anstrengender. Am schlimmsten ist es aber, wenn wir stehen bleiben. Doch ich bin total im Flow und je weiter wir fahren, desto besser wird es. Das Fahren macht Spaß, die Gegend ist schön und ich könnte gefühlt ewig so weitermachen. Dadurch reagiere ich maximal irritiert, als Stefan urplötzlich vor mir in eine Einfahrt einbiegt. Hab ich was nicht mitgekriegt? Offensichtlich ja, denn wir sind schon am Campingplatz angekommen. Für einen Moment bin ich total enttäuscht, aber da der Platz sehr idyllisch ist, freue ich mich dann doch über den Feierabend.
Für uns Radwandernde gibt es einen kleinen Wiesenbereich rundum einen abgestorbenen Birnenbaum, den wir nach der Dusche direkt in eine Wäschespinne umfunktionieren. Insgesamt ist der Platz gut besucht und auch wir kriegen noch Gesellschaft in Form von drei jungen Schweizerinnen, die von der Schweiz nach Amsterdam fahren. Sie sind also fast am Ziel. Ihr Gepäck ist sehr beeindruckend, denn sie scheinen einen kompletten Hausstand eingepackt zu haben – mehrere Töpfe, mehrere Paar Schuhe, diverse Kleidung und und und… Dafür nutzen sie ihre Küchenausstattung für eine großangelegte Kochaktion mit viel frischem Gemüse und einem groß Topf Nudeln. Bei uns gibt’s Nudeln und Pesto, das ja immerhin auch mal aus Gemüse bestand. Hauptsache satt. Wir sind da einfach funktional unterwegs.
Den Abend verbringen wir auf dem Steg, der zum Kanal des Campingplatzes gehört. Erstaunlicherweise gibt es keine Mücken und wir können die tolle Abendsonne richtig genießen.
Im Zelt freuen wir uns auf eine ruhige Nacht, haben die Rechnung aber ohne unsere Nachbarn hinter der Hecke gemacht. Natürlich haben sie, wie kann es auf einem Campingplatz – insbesondere einem Naturcampingplatz – anders sein, eine Gitarre dabei. Ein Hit folgt dem nächsten, immer begleitet von mittelmäßig schiefem Gesang. Ich fühle mich fast wie auf dem Jera on Air vor ein paar Wochen, als die Campnachbarn in der Nacht ihre Karaokeshow starteten und in einer irren Lautstärke krumm und schief um die Wette sangen. Dort konnte ich vor lauter Lachanfällen nicht schlafen, heute, weil die neuen Ohropax völliger Mist sind und sich nicht formen lassen. Naja, die Müdigkeit wird schon kommen und dann wird die Nacht bestimmt trotzdem gut…
Tag 5, 11. Juli 2026
Die Nacht war fürchterlich. Zumindest für mich. Erst konnte ich wegen der Wärme nicht einschlafen. Um 24 Uhr schaue ich das letzte Mal auf meine Uhr. Um 1 Uhr werde ich von einem vermeintlichen Donner wach – keine Ahnung was das war. Ich lausche, das Wetter war es aber nicht. Stattdessen höre ich einen anhaltenden Pfeifton. Kommt das von unserem Gepäck? Ich kann es nicht richtig zuordnen, durchsuche aber alles. Stefan wird wach, sucht auch draußen mit und wir stellen immerhin fest, dass wir nicht die Verursacher sind. Nahezu stündlich werde ich wieder wach, dazwischen drehe ich mich halbwach hin und her. Als der Wecker um halb 7 klingelt bin ich sowieso wach und total k.o. Ein Glück, dass heute 120km auf dem Plan stehen… das kann ja was werden.

Zum Frühstück pflücke ich uns ein paar Brombeeren, die in Mengen neben unserem Zeltplatz wachsen. Stefan freut sich, probiert und verzieht das Gesicht. Die schmecken ja gar nicht! Leider hat er recht, also pflücke ich nicht weiter. Aber hey, wir haben es mit frischen Vitaminen versucht!
Nachdem wir alles gepackt haben und uns langsam auf den Weg zur Straße machen, fragt uns ein kleiner niederländischer Junge begeistert, ob wir ein Radrennen fahren. Ich bejahe selbstverständlich (ich will seine Begeisterung schließlich nicht bremsen) und er sagt strahlend: „leuk!“ („schön/cool“).
Das zaubert auch mir ein Lächeln ins Gesicht und das ist für den Start doch ein gutes Zeichen.
Die erste Pause gibt es heute nach 40 Kilometern, wenn wir am Strand ankommen. Der Weg dorthin führt uns erst über Straßen, dann wieder an Kanälen entlang. Es ist erstaunlich viel los heute und wir brauchen beide ein bisschen, bis uns aufgeht, dass ja Samstag ist.
Ich melde frühzeitig wieder Klopausenbedarf an. Es bietet sich unmittelbar eine Gelegenheit, aber die ignoriere ich natürlich. Ich hab ja Zeit. Das Kamel in mir verdreht genervt die Augen und empfindet meine Lernkurve seit gestern als eher flach. Selbstverständlich wird es ewig dauern, bis es wieder eine halbwegs brauchbare Gelegenheit gibt…
Am Kanal entlang nehmen die Menschenmengen kontinuierlich zu, aber es ist hier auch weiterhin einfach schön und super bequem zu fahren. Besonders beeindruckt sind wir, als wir zu einer sehr großen provisorischen Brückenkonstruktion kommen, die nur dazu dient, Radfahrende und Fußgänger während Bauarbeiten an der eigentlichen Brücke auf die andere Kanalseite zu bringen. Welcher Aufwand hier betrieben wird! Gleichzeitig ist es aber auch nicht überraschend, da schließlich alle niederländischen Babys bei der Geburt auf winzig kleinen Rädern aus ihren Müttern gefahren kommen – selbstverständlich ist die Infrastruktur dann hervorragend! (Und selbstverständlich ist das ein Fakt, der bitte nicht hinterfragt wird!).
Für uns geht es auf schmaleren Pfaden weiter. Ein längeres Wegstück ist dabei sehr vom Wildblumen zugewuchert. Zum Fahren nicht ganz perfekt, aber wahnsinnig schön. Daneben immer das Wasser – was geht es uns gut. Und ganz allmählich bringt die Luft eine salzige Brise mit sich und aus den Tauben werden Möwen… Das Meer ist in greifbarer Nähe. Erst erkennen wir den Deich aus der Ferne, dann fahren wir ihn in Noordwijk hoch… Und sehen das Meer! Hallo Nordsee! Lange nicht gesehen! Wie schön du doch bist!
Wir schieben die Räder bis zur Wasserkante, sitzen im Sand und genießen den Blick auf die Wellen. Es gibt doch kaum etwas Entspannenderes. Dann geht es noch mit den Füßen in das gar nicht mal sooo warme Wasser.
Wir freuen uns über die Wellen an unseren Beinen, erschrecken uns, wenn diese doch mal unerwartet hochschlagen und weichen ein paar Quallen aus. Dann machen wir uns auf den Weg zum Standpavillon und freuen uns über eine leckere Portion Pommes. Am Meer schmecken die gleich doppelt gut!
Und schon ist die Pause am Meer vorbei. Toll, dass wir hier mit den Rädern hingefahren sind. Das ist wieder ein richtig gutes Gefühl.
Über den Deich geht es weiter
und das ist für die nächsten Kilometer äußerst anstrengend, weil es irre voll ist. Ganz schlimm ist das Stück durch Katwijk aan Zee, da hier der Tourismus boomt. Und als wir im Vorbeifahren die gigantischen Hotelbaustellen betrachten, ist absehbar, dass das hier auch in Zukunft nicht weniger wird.
Als wir wieder ins Inland abbiegen, wird es ruhiger und damit sehr viel angenehmer zu fahren. Für viele, viele Kilometer fahren wir erneut durch Grachtengegenden und es bleibt unverändert schön.
Nach dem obligatorischen Einkauf biegen wir auf kleinere Nebenwege ab und verpassen fast unsere Abbiegung. Wir müssen die Kanalseite wechseln und dazu geht es für uns über eine kleine und sehr steile Brücke.
Doch die Mühe wird belohnt, denn kurz darauf kommen wir wieder an einem kleinen und sehr idyllischen Naturcampingplatz an. Die Besitzer staunen, als wir von unserer heutigen Tourlänge erzählen. Das ist hier wohl eher die Ausnahme. Da dieser Platz besonders viel Wert auf Ruhe und Gemütlichkeit legt, gibt es für alle Campinggäste viel Abstand zueinander auf der großen Obstwiese.
Für uns ist leider kein Schattenplatz mehr frei, aber in der Apsis sitzend haben wir ausreichend Schatten und halten den restlichen Abend gut aus. Beim Zähneputzen blicken wir statt in einen Spiegel in den Eselstall. Das gefällt mir gut! Man muss sich ja auch nicht immer selbst begutachten können.
Tag 6, 12. Juli 2026
Nach einer sehr warmen, aber immerhin ruhigen Nacht, starten wir entspannt in den Tag. Heute sind nur ca. 90 Kilometer geplant, also haben wir viel Zeit. Wir füllen die Getränkeflaschen mit dem hofeigenen Birnen-Apfelsaft. Wasser gibt’s in unseren Trinkrucksäcken. So sind wir für den Tag gerüstet. Da es zur Abwechslung mal wieder richtig heiß wird, können wir gar nicht genug Flüssigkeit verbrauchen…
Zum Start geht es noch am Kanal entlang, danach folgen wir aber vielen Straßen. Der Sonntag macht sich bemerkbar, da wieder wahnsinnig viele Leute unterwegs sind. Das ist teilweise ziemlich nervig, vor allem wenn sehr große und sehr langsame Gruppen die Wege blockieren. Zudem haben sie oft ein unfassbar langsames Reaktionstempo, sodass wir wiederholt energisch klingeln oder rufen müssen und es dann noch dauert, bis der Weg ansatzweise frei wird. Das klingt so, als wäre ich genervt, und meine Güte: Ja! Sehr genervt!
Außerdem ist es einfach heiß und das alles sorgt dafür, dass es heute nicht so richtig läuft. Dennoch sind wir erstaunlich schnell unterwegs. Bei Ameide steigen wir auf die Fähre, um den Fluss Lek zu queren.
Kurz darauf entdecken wir einen Tisch mit Bänken im Schatten. Die letzte Pause ist noch gar nicht lange her, aber Schatten ist das perfekte Argument für eine erneute Pause. Ich liege wie erschlagen auf der Bank und möchte am liebsten liegenbleiben. Die Hitze heute ist eine richtige Herausforderung und vielleicht war das auch gestern schon etwas zu viel Sonne. Aber bleiben ist keine Option, also geht es nach der Pause weiter. Nur nicht lang. Denn mein linker Fuß hat auf dem Pedal eindeutig zu viel Bewegungsfreiheit und ich das Gefühl, dass da bald irgendwas verloren geht. Nachdem mir letztens noch ein Pedal abgefallen ist, geht mein erster Gedanke direkt dorthin, doch das sieht gut aus. Dann kann es nur mein Cleat sein… Ich muss kräftig in die Pedale treten, damit ich nah genug zu Stefan aufhole, denn auf Abstand hört er meine Rufe nicht. Doch ich schaffe es und schnell zieht er die lockeren Schrauben an meinen Schuhen wieder fest. Der Winkel ist zwar murks, stelle ich nach kurzer Zeit fest, aber ich will nicht schon wieder anhalten und arrangiere mich mit der Situation.
In Oisterwijk gehe ich ein letztes Mal im Albert Heijn shoppen. Ein Mann in meinem Alter spricht mich dabei an, dass ich wohl einen ziemlich heftigen Sturz gehabt hätte, so wie meine Wade aussieht… Ich bejahe das, sage aber, es sei nicht so schlimm gewesen. Schließlich war es auch nicht schlimm und die Sturzgeschichte ist mir eindeutig lieber, als meine dämliche Rad-Ablege-Aktion. Da meine Wade auf einer Länge von 15cm in diversen Schwarz-, Blau- und Lilaschattierungen erstrahlt, kann ich ihm die Sturzidee jedenfalls nicht verdenken.
Vor dem Supermarkt essen wir einen Apfel und trinken eine kalte Cola. Dann geht es schiebend durch die Fußgängerzone, in der gerade eine Kirmes stattfindet. Stefan ist besonders angetan von der Raupe, die es hier tatsächlich noch mit einem Verdeck gibt. Das ist mittlerweile doch eher selten.
Kurz vor Oirschot fahren wir den heutigen Campingplatz an. Der Inhaber weißt uns einen Platz unter einem Baum zu. Dieser liegt mittig auf der Grünfläche zwischen den regulären Parzellen und ist damit sehr exponiert. Wir werden sofort von einer Familie beäugt und deren Blicke strahlen nicht gerade viel Sympathie aus – auch nicht, nachdem wir freundlich gegrüßt haben. Ich übersetze Stefan ihr niederländisches Gemurmel, habe aber keine Lust, auf die Fragen zu antworten, die sie sich untereinander über uns stellen. Sie könnten ja auch einfach uns fragen…
Eine andere Frau, die sich unter einem deutlich schattigeren Baum ausruht, kommt hingegen entschlossen auf uns zu und fragt, ob wir rauchen. Ich bin etwas perplex, verneine aber. Daraufhin erklärt sie uns vehement, dass wir besser unter dem Baum zelten, unter dem sie gerade noch lag. Mir wird klar, dass wir nicht so richtig eine Wahl haben und den Platz wechseln müssen. Und dann erklärt sie auch, warum. Vor ein paar Tagen hätten genau dort nämlich Radfahrer gezeltet und geraucht und da sie Atemwegsprobleme hätte, hätten die ihr den ganzen Tag versaut. Also sichert sie sich mit uns schnell ab, dass da nicht später noch rauchende Radler kommen. Wir müssen ziemlich lachen, verstehen ihre Sorge aber auch. Nur kommt kurz darauf der Inhaber und empfiehlt uns doch lieber auf eine richtige freie Parzelle zu wechseln, damit wir mehr Schatten haben. Das Angebot nehmen wir sofort an, aber die Dame bleibt uns wohlgesonnen und so dürfen wir den restlichen Nachmittag auf ihren Stühlen faulenzen, da sie und ihr Mann einen Ausflug machen.
Zum Check-in auf dem Campingplatz gab es noch einen 25%-Gutschein für das angeschlossene Pfannekuchenhaus und so gibt es heute weder Nudeln, noch Pommes. Die herzhaften Pfannkuchen schmecken fantastisch und weil heute der letzte Urlaubsabend ist, gibt’s zum Nachtisch noch jeweils einen Eisbecher. Lecker!
Trotz der 90 Kilometer haben wir heute gefühlt einen halben Pausentag gehabt. Zudem geht es morgen nach Hause. Das ist richtig schade, denn wir sind mittlerweile total im Radalltag angekommen. Aber zum Glück ist das ja nicht die letzte Tour für dieses Jahr…
Tag 7, 13. Juli 2026
Wir starten früh, denn die verbleibenden ca. 80 Kilometer wollen wir möglichst vor der starken Mittagshitze hinter uns bringen. Da wir uns schon fast in heimischen Gefilden bewegen, ist der Weg auch nicht mehr ganz so aufregend. Die tollen Kanalgegenden haben wir bereits gestern hinter uns gelassen, aber ganz ohne geht es auch nicht. Und so folgen wir dem Wilhelmina Kanal für über 20 Kilometer. Im noch kühlen Morgenlicht ist das sehr angenehm und wir genießen den vielen Schatten total. Die Hitze der letzten Tage steckt uns aber gewaltig in den Knochen und wir geben uns Mühe, zügig voranzukommen.
Wir machen nur eine Pause und halten diese auch eher kurz. Allerdings ist die Pausenstelle auch nicht von besonderer Schönheit und mit einer Bank lediglich funktional. Ab 10 Uhr nehmen Sonne und Wärme konstant zu und wir verfluchen jede Ampel, die uns zu einem kurzen Stopp zwingt. Die weitere Strecke führt uns abwechslungsreich durch Wälder und Felder
und kurz vor Velden nehmen wir dann noch eine Fähre über die Maas. Ich bin allerdings gewohnt orientierungslos und erkenne erst ein kleines bisschen später, wo wir sind.
Stefan fragt, ob ich wohl gerne die Abzweigung zum Gartencenter nehmen würde. Da sage ich grundsätzlich nie nein, aber da ich doch etwas eingeschränkt im Gepäcktransport bin, verschiebe ich den Besuch auf ein anderes Mal. Jetzt trennen uns nur noch wenige Kilometer von Zuhause. Die bringen wir auf holprigen Waldwegen hinter uns, bis wir die Grenze passieren und auf einem unserer typischen Wege die letzten Meter fahren. Um 12.30 Uhr haben wir die knapp 83 Kilometer weggeradelt und unser Ziel erreicht, vor der schlimmsten Hitze anzukommen. Dass der Urlaub damit nun vorbei ist, missfällt uns allerdings sehr.
Insgesamt war es eine tolle Woche! Der Frust der ersten Vorurlaubstage hat sich schnell gelegt und die Notlösung wurde zu einer richtig schönen Route durch unser Nachbarland. Entspannte Wege, schöne Landschaften und Meer.
Und wie immer gilt: Hauptsache draußen unterwegs. Die ursprünglichen Pläne setzen wir einfach später um. Außerdem steht in vier Wochen schon der nächste Urlaub an. Uns geht es doch wirklich ziemlich gut!
Statistik: 7 Tage, 656 km
Strecke folgt











































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